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Vogelwelt > Beobachtungen melden

Berichte zu allgemeinen oder besonderen Beobachtungen werden regelmässig beim Monatstreffen ausgetauscht.

Für Online-Meldungen aller Art empfehlen wir das Portal ornitho.de
Besondere Beobachtungen von seltenen Arten melden Sie bitte der Bayerischen Avifaunistischen Kommission (bak@otus-bayern.de). Beobachtungen seltener Brutvögel melden Sie bitte der Arbeitsgemeinschaft Seltene Brutvögel (AGSB@otus-bayern.de).

Interessante aktuelle Beobachtungen veröffentlichen wir auch hier auf der Homepage (s.u.).
Wenn Sie eine Beobachtung melden möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an beobachtungen@oag-ostbayern.de. Der Text wird dann hier veröffentlicht.
Wenn Sie Feedback zu einer Beobachtung geben möchten, senden Sie es bitte ebenfalls an beobachtungen@oag-ostbayern.de. Wir leiten die Nachricht dann an die bisherigen Melder zum jeweiligen Thema weiter und veröffentlichen sie ggf. hier auf der Homepage.

Aktuelle Beobachtungen:

Eulenbestände im Paintner Forst und Frauenforst bei Kelheim 2021

Sperlingskauz
Beim Sperlingskauz konnten 2021 im UG 20 Reviere ermittelt werden. Fünf Bruten wurden gefunden, wobei vier erfolgreich waren und Junge ausflogen. Es gab wieder viele Mäuse, was auch zu zwei besonders frühen Bruten führte. Trotz der nasskalten Witterung während der Nestlingszeit gab es anscheinend keine Probleme die Jungen mit Nahrung zu versorgen.

Revier Tannengrund
Es wurde der gleiche Brutplatz (Abb. 1) und Brutbaum wie im Vorjahr gewählt. Balz und Beuteübergaben fanden regelmäßig in einem Buchenjungwuchs in nur 1-2 m Höhe statt. Vermutlich vier Junge kamen zum Ausfliegen. Die ersten zwei Jungen verließen die Höhle bereits am 27. Mai.
Männchen lockt mit Maus während der Bebrütungszeit (Abb. 2).

Revier Halmerschlag
Der Brutplatz (Abb. 3) wurde erst entdeckt, als die Jungen schon geschlüpft waren. Die Nisthöhle in 4 m Höhe befand sich in einer Fichte. Die Jungen flogen hier wohl am 6. Juni aus, wobei sich aber noch ein Jungkauz in der Höhle befand (Abb. 4).
Weibchen wirft Nahrungsreste aus Nisthöhle (Abb. 5).

Revier Privatwald Stockenberg
Als Brutbaum fungierte eine Fichte und die Nisthöhle befand sich in einer Höhe von 4,5 m (Abb. 6). Bereits am 29. April befand sich unterhalb des Brutbaums der erste Auswurf mit Eischalenhälften. Auch hier flogen die Jungen früh, vermutlich am 27. Mai aus. Weibchen am Nisthöhleneingang (Abb. 7)-

Revier Stinkerbrunn
Hier wurde wieder der gleiche Brutplatz wie im Vorjahr gewählt (Abb. 8). Als Brutbaum diente wieder die gleiche Aspe und auch die gleiche Nisthöhle in ca. 8,5 m Höhe. Es kam auch hier zu einer erfolgreichen Brut. Am 8. Juni wurden 3-4 Junge im Wipfelbereich direkt am Brutbaum vom Weibchen gefüttert. Ein Jungvogel befand sich da noch in der Nisthöhle.

Revier Langteile-Nord
Hier war die Brut erfolglos. Das Männchen wurde während der Bebrütungszeit geschlagen. Am 29. April fand ich die Rupfung unweit des Brutbaums (Abb. 9). Einen Tag später hielt sich das Weibchen noch in der Nisthöhle auf. Da das Weibchen auf die Versorgung mit Nahrung durch das Männchen angewiesen ist, wurde danach die Brut aufgegeben.
Brutplatz mit Brutbaum Aspe, Nisthöhle 11 m hoch (Abb. 10).

Waldkauz
Beim Waldkauz wurden wieder 16 Reviere ermittelt.

Rauhfußkauz
Da es 2021 wieder viele Mäuse gab, war auch der Rauhfußkauz wieder gut vertreten. 14 rufende Männchen (Reviere) konnten ermittelt werden. Die Suche nach besetzten Höhlenbäumen konnte nur in begrenztem Rahmen durchgeführt werden. Trotzdem fand ich zwei mit Weibchen besetzte Bruthöhlen (jeweils in Buche).
Weibchen in der Bruthöhle Abt. Suhllacke (Abb. 11).

Waldohreule
Die Waldohreule war 2021 ebenfalls vertreten. In zwei Revieren konnten rufende Männchen verhört werden.


Abb. 1

Abb. 2

Abb. 3

Abb. 4

Abb. 5

Abb. 6

Abb. 7

Abb. 8

Abb. 9

Abb. 10

Abb. 11
       
Hans Schmidbauer, 24.6.21

Vija: Eine besenderte Fischadlerdame aus Lettland mit einer Vorliebe für die Oberpfälzer Karpfen

Sind es tatsächlich die Oberpfälzer Karpfen, oder ist es die Landschaft oder evtl. ein Oberpfälzer Fischadlermann, dass "Vija" - so wurde dieser weibliche Fischadler getauft - auf seinem Herbst- bzw. Frühjahrszug regelmässig einige Tage im Lkrs. Tirschenreuth längere Zeit verweilt?
Wir wissen es nicht. Bereits 2020 auf dem Heimzug von ihrem Überwinterungsquartier an der Küste Mauretaniens hielt sie sich vom 30.3.2020 - 8.4.2020 bei Wiesau auf.
   
Die Hoffnung, dass sie bleibt und in der Oberpfalz brütet, hat sich leider nicht erfüllt. Sie zog dann weiter nach Lettland und hat dort erfolgreich gebrütet.
Auch auf der Rückreise im Herbst 2020 ins Winterquartier machte sie am 5.9.2020 wieder Station im Raum Wiesau - Falkenberg.

Am 17.3.2021 erst trat sie wieder die Rückreise nach Norden ins Brutgebiet an. Die Frage war, ob sie wohl wieder Halt macht in der Oberpfalz?
Ja, am 1. April 2021 - kein Aprilscherz - traf sie wieder bei uns ein.

Sie blieb wieder 11 Tage und zog aber dann doch wieder in ihre ursprüngliche Heimat weiter.

Ich finde es schon bemerkenswert, wie zielstrebig sie die übrige Strecke durchgezogen ist, und nur in der Oberpfalz Station machte, wie untenstehende Karte zeigt.

Foto von "Vija" im Juli 2019 am Tag der Beringung in Lettland

Quelle: Birdmap | Kartenmaterial: Leaflet; © OpenStreetMap contributors

Paul Baumann, 8.6.21

Eisvögel

Ich war heute das erst mal seit 3 Monaten in Regensburg und habe wie immer das Revier 1 besucht. Dabei konnte ich einen Eisvogel bei der Gefiederpflege beobachten. Immer wieder hinein ins Wasser und wieder heraus. Das war dann vorbei als diese unsäglichen Stand-up-paddler erschienen. Aber immerhin, das Revier ist besetzt.

Klaus Bendlage, 29.5.21

Trauerschnäpper

Ich habe mal wieder eine doch eher seltene Beobachtung gemacht. Seit diesem Wochenende habe ich ein Trauerschnäpper-Pärchen bei mir im Garten. Nach meinen Infos sind die auch kurz davor auf die Rote Liste zu kommen. Hier im Garten sind "nur" 4 kleinere Apfelbäume. Man kann aber beobachten, wie nützlich die sind, da neben dem Trauerschnäpper auch die anderen "Ansitzjäger" wie Gartenrotschwanz oder Grauschnäpper auf solche Bäume angewiesen sind.

Klaus Bendlage, 25.4.21

Flussregenpfeifer

Ich habe gestern das erste mal dieses Jahr den ersten Flussregenpfeifer gesehen. Interessanterweise auf dem selben Feld, wie die Brachvögel. Eigentlich kommen die Vögel hier öfter vor, habe nur im letzten Jahr keine gesehen.

Klaus Bendlage, 28.3.21

Heute stand auf einmal ein Bergfink vor meiner Terrasse:

Klaus Bendlage, 22.3.21

Rückkehr der Wiesenbrüter

Kurzes Update über die Rückkehr der Wiesenbrüter: Man kann fast sagen, pünktlich wie die Maurer. Letzte Woche war der erste Trupp Kiebitze mit ca 40 Tieren in Osterhofen zurück. Mittlerweile ist die zweite Welle eingetroffen, ein größerer Trupp mit ca. 100 Tieren, die sich so langsam verteilen. Die Feldlerchen sind auch zurück, wenn auch schwierig zu fotografieren, man hört sie aller Orten. Ich habe heute eine Tour mit dem Rennrad gemacht und mit Sicherheit im Umkreis von Osterhofen mehr als 30 Exemplare sehen können. Es scheint so, dass eine Gefährdung zumindest hier nicht besteht. Man kann nur hoffen, dass sich die Maisfelder nicht weiter ausbreiten.
Am meisten freut mich, dass die Brachvögel auch wieder zurück sind. Ich habe gestern 4 Exemplare gesehen und von zwei Exemplaren schöne Fotos machen können (s.u.). Ich habe Sie, wie immer, vom Auto aus fotografiert, weil die Vögel sich da nicht gestört fühlen und auch offenbar an den Verkehr gewöhnt sind. Wachsam sind sie aber immer. Man kann das schön auf den Fotos sehen, selbst in Ruhestellung passt ein Vogel immer auf. Schön kann man auch sehen, wie exzellent die Vögel getarnt sind. Ich hatte den einen Vogel kurz aus den Augen verloren und hätte ihn nie entdeckt, wenn ich nicht gewusst hätte, wo er vorher war. Man sieht nur noch den Kopf.

Klaus Bendlage, 28.2.21

Sichtung einer Wasseramsel in der Stadt Regensburg

Am 1. Dezember 2020 haben meine Frau und ich am Nordarm der Donau in der Stadt Regensburg eine Wasseramsel gesehen. Sowohl später in der Woche, als auch Anfang 2021 (zuletzt am 13. Januar), wurde an in etwa der gleichen Stelle - zwischen dem Wehr und dem westlichen Ende der Pappelallee an der Nordseite von dem Oberen Wöhrd - von mehreren Personen die Präsenz einer Wasseramsel bestätigt; vermutlich handelte es sich um das gleiche Individuum. Eine Datenbankabfrage bei ornitho.de ergab, dass dies nicht die Erstmeldung einer Wasseramsel in Regensburg war: im November 2015 wurde auch schon eine Sichtung gemeldet.
Wenn Sie ähnliche Beobachtungen gemacht haben, würde ich mich über eine kurze Rückmeldung sehr freuen (über beobachtungen@oag-ostbayern.de).

Wouter Vahl, 13.1.2021

Rattenjagd eines Reihers

Mal was komplett anderes: diesmal aus Südtirol. Ich hatte den Reiher entdeckt und hatte auf ein "Fischen" gehofft. Plötzlich dreht sich der Reiher um und geht auf das Ufer und fängt eine kapitale Ratte. Die hat er dann auf die andere Seite des Ufers mitgenommen. Der Kampf ging einige Minuten. Immer wieder versuchte sich die Ratte zu befreien. Der Reiher hat immer wieder versucht die Ratte zu ersäufen, bis sie schließlich tot war. Hier ein paar Ausschnitte aus der ganzen Sequenz:

Klaus Bendlage, 18.8.20

Eulenbestände im Paintner Forst und Frauenforst bei Kelheim 2020
Sperlingskauz
Beim Sperlingskauz konnten im UG 19 Reviere ermittelt werden. In vier Revieren wurde auch der Brutplatz mit Brutbaum gefunden (2 im Paintner Forst und 2 im Frauenforst).
Revier Tannengrund
Als Brutbaum wurde eine dürre Fichte gewählt (Abb. 1). Die Nisthöhle befand sich in einer Höhe von nur 1,7 m. Am 16.05.20 lagen am Fuß des Brutbaums 10 Eischalenhälften, sonst aber noch kein Auswurf (Abb. 2). Dies ist ein Hinweis darauf, dass die Jungen gerade frisch geschlüpft waren. Abb. 3 zeigt den Auswurf am 23.05.20 und Abb. 4 den Auswurf gegen Ende der Nestlingszeit. Die niedrige Höhlenhöhe ermöglichte das Ausleuchten der Höhle mittels Kamera gemeinsam mit Schwager Manfred Hautmann. Trotz nicht optimaler Fotos konnten am 30.05.20 7 Jungvögel ausgemacht werden. Am 16.06.20 fütterte das Weibchen 3 flügge Jungvögel nahe dem Brutbaum. Mindestens 1 Jungvogel war da noch in der Nisthöhle. Abb. 5 zeigt einen Jungvogel noch in der Nisthöhle.
Revier Hüttenhänge
Hier wählte das Sperlingskauz-Pärchen eine Aspe (auch Espe genannt) als Brutbaum (Abb. 6). Als Nisthöhle diente eine Spechthöhle in 5,5 m Höhe. Noch am 26.06.20 konnten Jungvögel lange Zeit am Nisthöhleneingang beobachtet werden. Sie dürften dann die Tage darauf ausgeflogen sein.
Revier Hängbogen
Etwas untypisch wählte hier das Pärchen einen Alteichenbestand als Brutplatz (Abb. 7). Während der Balzphase war es hier sehr licht. Im Laufe der Brutzeit wurde es durch das Austreiben der jüngeren Buchen und Eichen immer dichter und dunkler, was Beobachtungen deutlich erschwerte. Der Brutbaum war eine Eiche und die Nisthöhle befand sich in einer Höhe von 6 m (Abb. 8). Am 16.06.20 waren die Jungen noch an der Nisthöhle zu sehen. Die Jungen müssen kurz danach ausgeflogen sein, da am 18.06.20 am Brutplatz keine Feststellung mehr gelang.
Revier Stinkerbrunn
Dieses Brutrevier stellt eher den typischen Brutplatz im UG dar. Als Brutbaum diente eine Aspe und die Nisthöhle befand sich in einer Höhe von 8 m (Abb. 9). Auffällig an diesem Brutplatz war, dass gegen Ende der Nestlingszeit nur noch das Weibchen festgestellt werden konnte. An zwei Beobachtungstagen zeigte das Weibchen etwas abseits des Brutplatzes typisches Jagdverhalten. Dass ein Weibchen während der Nestlingszeit jagt ist beim Sperlingskauz die große Ausnahme. Am 12.06.20 waren noch Jungvögel am Nisthöhleneingang zu sehen. Kurz danach müssten die Jungen, wenn auch nur in geringer Anzahl, ausgeflogen sein.

Waldkauz
Beim Waldkauz konnten 16 Reviere ermittelt werden.

Rauhfußkauz
Nach dem relativ guten Jahr 2019, konnte dieses Jahr kein Reviergesang festgestellt werden.

Abb. 1

Abb. 2

Abb. 3

Abb. 4

Abb. 5

Abb. 6

Abb. 7

Abb. 8

Abb. 9
 
Hans Schmidbauer, 30.6.20

Sperber in Osterhofen
Mal was ganz anderes, aber vielleicht auch interessant: Ein Sperberpärchen, gesehen von meinem Garten aus in Osterhofen. Schön der Größenunterschied zwischen den beiden Exemplaren. Der männliche Vogel hatte gerade ein Brautgeschenk überreicht, das dann auch sehr schnell angenommen und gerupft wurde.
Klaus Bendlage, 6.4.20

Brachvögel
Fast auf den Tag genau wie letztes Jahr: Der erste Brachvogel ist zurück. Gesehen heute morgen.
Klaus Bendlage, 1.3.20

Kiebitze und Feldlerchen
Die Kiebitze und Feldlerchen sind im Großraum Osterhofen zurück. Kiebeitztrupps über 100 Exemplare. Kiebitze wie immer in Begleitung von Staren. Feldlerchen bestimmt 3 - 5 Exemplare. Alle fast auf den Tag genau wie letztes Jahr zurück. Danach müssten dann in 1 1/2 Wochen die Brachvögel zurückkommen. Werde berichten, wenn es so weit ist.
Klaus Bendlage, 23.2.20

Beutelmeisen in Rosenhof
Heute konnte im Abbaugebiet Rosenhof, Mintraching, zwei Beutelmeisen beobachtet werden. Die Art ist ohnehin selten und kommt hier im Winter eigentlich gar nicht vor (laut ornitho.de vier Nachweise in ganz Deutschland im Dezember). Die Vögel hielten sich im Schilf am Rande des Teichs im ehemaligen Abbaugebiet auf. Ein schönes Beispiel für die völlig ungeahnten Überraschungen, die das Vogelbeobachten bisweilen mit sich bringt!
Moritz Kirchner, 29.12.19

Bilderserie eines Reiherkampfs
Aufgenommen Anfang des Jahres in der Gegend von Osterhofen.
Klaus Bendlage, 7.12.2019

Wasseramsel an der Schwarzen Laber in Sinzing
Letzte Woche wurde zweimal direkt an der Laber in Sinzing die Wasseramsel beobachtet.
Maria Schönauer, 12.11.2019

Starker Kranichzug

Am 1.11.2019 fand über Teilen unseres Beobachtungsgebietes ein außergewöhnlich starker Kranichzug statt. Mehrere Beobachter meldeten Trupps von über 300 Individuen. Zum Teil flogen sie sehr niedrig, was auf evtl. niedergehen schließen läßt. Vielleicht rasten ja auch einige bei uns.
Mit weiteren Einflügen ist zu rechnen. Bitte Augen auf und an ornitho.de und beobachtungen@oag-ostbayern.de melden.
Paul Baumann, 2.11.2019

Foto von Christian Stierstorfer, Luftraum Teublitz:

Schelladler Tönn bei Schwandorf gesichtet

Nach zweistündigem suchen haben wir ihn endlich entdeckt. Er kreiste ausgiebig bei schönstem Sonnenschein und Wetter über seinem Übernachtungsgebiet. Nach einer halben Stunde wunderbaren Kreisens verschwand er um 10.30 Uhr in großer Höhe nach Süden. Birdmap meldete heute früh, dass er wieder im gleichen Gebiet übernachtet hatte. Somit war klar, wir versuchen ihn, nochmal zu finden. Und es hat geklappt. Auf beiliegenden Fotos ist zumindest zu erkennen, dass es ein Adler ist und der Rückensender ist ebenfalls zu erkennen.

Paul Baumann, 27.10.19

Schelladler Tönn übernachtet im Landkreis Schwandorf

Wie die brandaktuelle Karte aus birdmap zeigt, hat Schellader "Tönn" seine Reise fortgesetzt und hat den Landkreis Schwandorf erreicht. Seine letzte Position stammt von heute abend bei Zangenstein im Schwarzachtal, wo er wohl die Nacht verbringen wird. Vermutlich wird er morgen weiterziehen, also: Augen auf den Himmel gerichtet, vielleicht hat ja der Eine oder Andere das Glück und sieht ihn. Viel Glück.
Paul Baumann, 25.10.19

Eulenbestände im Paintner Forst und Frauenforst bei Kelheim 2019

Nach dem schlechten Eulenjahr 2018 wegen Nahrungsmangel (fehlende Mäuse), war 2019 wieder ein gutes Jahr für die im Wald lebenden Eulen. Grund: Es gab wieder viele Mäuse.

  • Sperlingskauz
    Vom Sperlingskauz konnten 2019 14 Reviere ermittelt werden (2018 16 Reviere). Der Rückgang im Bestand mag in dem schlechten Brutjahr 2018 zu sehen sein, in dem keine einzige Brut ermittelt werden konnte. Aber auch die Tatsache, dass 2019 schon bei Beginn des Balzgeschehens in vielen Revieren die Altvögel bereits verpaart waren und deshalb die Balz sehr still verlief, könnte ein Grund für die wenigen ermittelten Reviere gewesen sein. In vier Revieren gelang auch ein Brutnachweis. Bei zwei Bruten wurden ausgeflogene Junge beobachtet.
  • Rauhfußkauz
    Nach dem schlechten Jahr 2018, in dem kein konkreter Reviernachweis gelang, konnte 2019 mit 15 Revieren ein hoher Bestand ermittelt werden. Noch mehr wie der Sperlingskauz ist der Rauhfußkauz von der Nahrung Maus abhängig. Es gelang in vier Revieren einen durch das Weibchen besetzten Höhlenbaum zu finden.
  • Waldkauz
    Beim Waldkauz stieg der Bestand von 9 Revieren 2018 wieder auf 16 Reviere im Jahr 2019 an.
  • Waldohreule Diese Art wird im Untersuchungsgebiet nicht alljährlich nachgewiesen. Im Jahr 2019 gelang aber wieder ein Reviernachweis durch ein balzendes Pärchen.
Hans Schmidbauer, 22.10.2019

Schelladler Tönn ist wieder unterwegs

Der Schelladler "Tönn" wurde 2008 in Estland beringt und überwintert in Spanien. Auf seinem Zug kommt er regelmässig durch Deutschland. Auf dem Frühjahrzug 2018 flog er an Regensburg vorbei. Jetzt ist er wieder unterwegs und hat die vergangene Nacht bei Brzeg in Polen verbracht. Evtl. hat er heute schon die Grenze nach Deutschland überschritten. Und wenn wir sehr viel Glück haben, zieht er durch die Oberpfalz. Die Chancen stehen gar nicht so schlecht, wie man aus beiliegender Karte seines bisherigen Zugweges erkennen kann. Also Augen auf, vielleicht entdeckt ihn ja jemand.
Quelle: Birdmap
Paul Baumann, 21.10.2019

Aktuell starker Zug von Ringeltauben und Eichelhähern

In den letzten Wochen konnte man einen sehr guten Zug von Ringeltauben beobachten.
Es waren immer wieder Trupps von einigen hundert bis zu ca. 3000 Stück unterwegs. So ein beeindruckendes Zuggeschehen konnte ich bei uns noch nicht beobachten.
Obwohl unsere Eichelhäher Standvögel sind und im Winter bei uns bleiben, konnte man auch bei diesen heuer einen starken nach Südwest gerichteten Zug beobachten. Vermutlich stammen diese Vögel aus den nordöstlich gelegenen Gebieten. Warum das heuer so ausgeprägt stattfindet, ist mir unerklärlich. In den letzten Jahren ist mir das auf jeden Fall nicht aufgefallen. Konnte noch jemand ähnliches beobachten?
Paul Baumann, 17.10.2019

Fotos von den Winzerer Höhen (K. Krätzel):
             

Eichhelhäherzug

Jetzt im Herbst fliegen sie wieder, die Eichelhäher. Von Früchte tragenden Eichen tragen sie die Eicheln zu Ihren Nahrungsverstecken in Wäldern oder auch Gärten und tragen damit auch zur Verbreitung der Eiche bei.
Darüber hinaus fallen uns Vogelkundlern in diesem Herbst aber auch Eichelhäher auf, die in Trupps fliegen und gerichtet zumeist nach Südwest. So konnten pro Tag mehrere Hundert Eichelhäher ziehend registriert werden. Dabei ist der Eichelhäher gar kein richtiger Zugvogel und echter Vogelzug bei dieser Vogelart nur in geringem Umfang und eher selten zu beobachten.
Was in diesem Jahr aber im Südwesten Deutschlands zu beobachten ist, ist der stärkste hier jemals dokumentierte Eichelhäherzug. So wurden am Bodensee am 11. Oktober bei planmässigen Zugvogelzählungen 45.000 Eichelhäher gezählt! Für den ganzen Herbst sind es schon über 100.000 ziehende Eichelhäher, die am Bodenseeufer entlang und dann weiter nach Südwest gezogen sind. Ein ähnlich starkes Zugjahr gab es zuletzt 1978.
Weniger dramatisch ist das Auftreten in Ostbayern. Aber auch hier kann man, selbst in der Stadt Regensburg, Eichelhäher gezielt nach Süd oder Südwest, oft in kleinen Trupps bis etwa 20 Vögeln ziehen sehen.

Aufruf: Wenn Sie Eichelhäher ziehen sehen, zählen Sie doch einmal, wieviele es sind in welcher Zeitspanne. Machen Sie Ihre Daten der Wissenschaft verfügbar. Dazu können Sie Ihre Daten auf der Beobachtungsplattform für Vogelbeobachter, in ornitho.de eingeben. Dort können Sie auch, nach Landkreisen geordnet, Vogelbeobachtungen anderer Beobachter ansehen. Zur Dateneingabe ist eine Anmeldung notwendig. Regelmäßige Melder erhalten dafür noch weiter Auswertungsmöglichkeiten.
Nutzen Sie das schöne Herbstwetter, achten Sie auf den Vogelzug und melden Sie Ihre Daten! (Auch die Ringeltaube hat dieses Jahr einen starken Herbstzug.)
Andreas Ebert, 18.10.2019

 

 

 

 

OAG - Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Ostbayern in der OG Bayern